![]() ![]() Algenwatten mit Spirogyra ![]() mikroskopisch kleine Blaualgen in Schlieren |
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Liebhaber von Gartenteichen stehen immer wieder vor der Frage „Welche Alge ist denn das?“
Wenn Algen im Gartenteich in Massenentwicklung auftreten, handelt es sich meist um grüne, schleimige Fäden, die häufig beim Laien völlig unbegründet ein Gefühl des Ekels hervorrufen. Algenwatten sind lediglich die Anzeiger für Defizite des Gewässers, aber kaum die Ursache. Unter der Bezeichnung Fadenalgen verbirgt sich eine Vielzahl verschiedenster Algenarten, meist handelt es sich um Vertreter der Grünalgen wie Cladophora, Oedogonium, Vaucheria, Mougeotia und Spirogyra, die man mit einer guten Lupe schon einmal näher betrachten, aber erst unter dem Mikroskop voneinander unterscheiden kann. Neben den Grünalgen können wir auch Blaualgen in stark nährstoffreichen Standgewässern finden. Sie wachsen als schmierige blauschwärzliche oder auch grüne Lager auf Steinen oder kleben an Wasserpflanzen. Neben diesen sehr gut sichtbaren Algen werden unsere Gewässer von einer Vielzahl winziger Algen - dem Phytoplankton - bewohnt. Sie sind so leicht, dass sie in der Wassersäule schweben und erst beim Absterben aufs Sediment absinken. Diese Mikroalgen können bei Massenentwicklungen zu offensichtlichen Wasserverfärbungen (sogenannten Algenblüten ) führen. Im Frühjahr färben häufig Kieselalgen das Wasser unauffällig gelblich-braun, während im Sommer das Wasser durch Blau- oder Grünalgen häufig auffällig grün gefärbt wird, mitunter sich auch Schlieren auf der Wasseroberfläche bilden. Einige Blaualgenarten können giftige Substanzen produzieren, die bei empfindlichen Menschen unter anderem zu Hautreizungen führen können, was für Badegäste von Bedeutung ist. Algen sind ein unschätzbarer Bestandteil unserer Fließ- und Standgewässer. Als Primärproduzenten stehen sie am Anfang der Nahrungskette eines Gewässers und dienen Fischen, Garnelen, Schnecken etc. als Nahrung. Genauso wie beispielsweise Teichrosen und andere Wasserpflanzen nehmen sie die Nährstoffe aus dem Wasser auf (Nitrate, Phosphate) und wandeln sie in Biomasse um. Kommen Algen in Massenentwicklung vor - häufig treibend auf der Gewässeroberfläche - zeigen sie uns an, dass zuviele Nährstoffe im Gewässer verfügbar sind. Für den Teichbesitzer heißt es dann zu ermitteln, weshalb es zu diesem erhöhten Nährstoffangebot kommt (zu hoher Fischbesatz, anhaltende hohe Wassertemperaturen durch zu starke Besonnung infolge fehlender Schattenspender, zu wenige Wasser- und Sumpfpflanzen). Übrigens, ganz ähnlich ist die Situation beim Aquarium. Hier sind es neben Fadenalgen noch ganz andere Algen, die zu einer Massenentwicklung neigen: Rotalgen, Blaualgen und Kieselalgen. Wenn Sie wissen wollen, welche Fadenalgen in Ihrem Teich leben, ob nun in Massenentwicklung oder in verträglichem Vorkommen, dann nutzen Sie unseren Bestimmungsservice. |
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